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Sonnenfinsternis Chile 2019 + Bolivien Altiplano

Nach der Sonnenfinsternis vor 25 Jahren auf dem Hochland von Bolivien beschlossen wir, noch einmal in diese in jeder Hinsicht extreme Gegend zu reisen und auch die Naturwunder zu besuchen, die wir damals aufgrund des altersschwachen Hanomag nicht erreichen konnten.

Wir beobachteten die Sonnenfinsternis am Valle de Elqui oberhalb von Vicuna auf einem 1.300 m hohen Hügel mit herrlichem Rundumblick über das Tal und diese einzigartige Berglandschaft. Es herrschte Einsamkeit auf unserem Platz, während weiter unten an der Sternwarte Mamaluca, an den Talhängen und in Vicuna Zehntausende weiterer SoFi- Enthusiasten ihre Lager aufgeschlagen hatten. Überall ausgelassene Partystimmung zur "Fiesta de Eclipse". Auf der anderen Seite des Tales tronten die großen Sternwarten Cerro Tololo (Bild mit dem Mobiltelefon durch das Okular des Reisedobsons) und Gemini South. Der Himmel war komplett wolkenlos, nach oben tiefblau und zum Horizont leicht dunstig.


Totale Phase der Sonnenfinsternis als Einzelbild aus HD- Video mit Samsung S7

Besonders beeindruckend empfand ich den visuellen Eindruck im Reise Dobson bei 45x mit den vielen fein aufgelösten an den Polen austretenden Strahlen der Minimums- Corona, sowie die ersten 2 Sekunden des Diamantrings am Wiederaustritt, dessen gleißendes Licht einen zwingt, vom Okular wegzuschauen und das Teleskop zur Seite zu schwenken. Das 10x50 Fernglas zeigte die Corona viel weniger detailliert, beeindruckte dafür mit einem prächtigen Weitfeld Gesamteindruck der Corona mit der schwarzen Sonne im Zentrum. Ich fand einige Sekunden Zeit, um auch mit bloßen Augen die in rundum Dämmerlicht getauchte Szenerie mit dem schwarzen Loch im Himmel zu genießen.


Canon 5DSR + Canon EF 100-400 bei 400 mm f/6,3 1/3s 100 ASA

Wir verfolgten den Austritt bis die noch partiell verfinsterte Sonne über den Bergen unterging und blieben bis spät abends auf dem Hügel, zumal die Straße nach Vicuna ohnehin noch sehr lange verstopft war. Später erfuhren wir, dass der Stau sich bis Santiago fortsetzten sollte.


Südliche Milchstraße mit Jupiter oben links und Magellansche Wolken über dem Valle Elqui
Olympus E-M10 Mark III + Olympus Fish Eye 8 mm bei f/1,8. Stack aus 20x15s bei 800 ASA. Sequator+ RawTherapee

Anschließend reisten wir zum Altiplano Chile / Bolivien bis auf max. 4.900 m Höhe (Valle de la Luna, El Tatio Geysire, Laguna Miscanti, Laguna Blanca, Laguna Verde, Laguna Colorada, Salar Uyuni...). Wir nahmen uns die Zeit zur Akklimatisierung in San Pedro de Atacama auf 2.400 m Höhe und so wurde niemand von uns höhenkrank.

Nachts unter der hellen Milchstraße bei trockener Kälte von bis zu -10°C zeigte der Fünfling spektakuläre Bilder im Okular, während die Canon 5DSR + 50 mm Objektiv auf die südliche Michstraße mit dem Kohlensack und Carina sowie den Magellanschen Wolken gerichtet wurde.


Fünfling auf dem Salar Uyuni bei -9°C vor untergehender Milchstraße und den Magellanschen Wolken
Olympus E-M10 Mark III + Olympus Fish Eye 8 mm bei f/1,8. Stack aus 10x20s bei 1.600 ASA. Sequator+ RawTherapee


Beobachtung auf dem Salar Uyuni vor dem aufgehendem Orion. Links das Zodiakallicht durch die Plejaden und Hyaden, rechts die Magellanschen Wolken
Olympus E-M10 Mark III + Olympus Fish Eye 8 mm bei f/1,8 + Cokin P830 Weichzeichner Filter. Einzelbild 20s bei 1.600 ASA. RawTherapee


Fünfling am Salar Uyuni bei -8°C vor dem Zentrum der Milchstraße mit Jupiter im kopfüber untergehenden Skorpion
Olympus E-M10 Mark III + Olympus 12 mm bei f/2 + Cokin P830 Weichzeichner Filter. Stack aus 10x15s bei 800 ASA. Sequator+ RawTherapee
Ansicht ohne Filter mit den Magellanschen Wolken.


Zentrum der Milchstraße über dem Salar Uyuni.
Canon 5DSR + 50 mm f/1,4. Stack aus 7x1 min bei 800 ASA. Nachführung mit Star Adventurer. Sequator+ RawTherapee


El Tatio Geysire bei beginnender Morgendämmerung, angestrahlt von Autoscheinwerfern.
Olympus E-M10 Mark III + Olympus Fish Eye 8 mm bei f/1,8. 20s bei 1.600 ASA.
Ansicht mit der Canon 5DSR
Ansicht nach Sonnenaufgang
Vulkane auf dem Weg vom El Tatio. Von dort sieht man auch den 5.900 m hohen aktiven Vulkan Ollagüe.


Valle de la Luna und Valle del Martes nahe San Pedro de Atacama. Am Horizont erhebt sich der Bilderbuchvulkan Licancabur


Laguna Miscanti auf 4.140 m Höhe, Chile. Andere Perspektive.


Laguna Blanca auf 4.300 m Höhe, Altiplano Bolivien


Laguna Colorada auf 4.300 m Höhe, Altiplano Bolivien mit Flamingos. In der Nähe ist auch die Laguna Verde mit dem Vulkan Licancabur und nach Schwefel riechende heiße Quellen.


Árbol de Piedra, Felsen Skulpturen auf knapp 4.600 m Höhe, Altiplano Bolivien


Der Salar Uyuni auf 3.700 m Höhe ist der größte und höchstgelegene Salzsee und wohl einer der exotischsten Plätze auf unserem Planeten. Mitten auf dem See befindet sich die Kakteen Insel Incahuasi, an anderer Stelle gibt es spiegelnde Wasserflächen, oder sprudelnde Quellen. Am Nordufer erhebt sich der 5.300 m hohe Vulkan Tunupa.

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