Kyklopas 24" f/4.1

 

kyklopas_gesamt_stathis11.jpg (77674 Byte)

Zur Dimensionierung und Bau der mechanischen Komponenten 

Stand 21. Jun 2001

blank_2.jpg (34219 Byte) Zum Spiegelschleifen

Stand 03. Apr. 2001

 

 

Zum Artikel im Sterne und Weltraum Jan. 2003 [.pdf]
Zu den Deepsky Bobachtungen

Die Idee und der Minimalist- Gedanke


Bild von Friedl Lamprecht mit Canon 20 D
"Sei ehrlich. Du willst durch das größte Teleskop beobachten, das du in die Hände kriegen kannst" Dieser weise Satz von David Kriege gilt für mich in leicht abgewandelter Form: "...das größte Teleskop, das du mit deinen Händen tragen kannst"

Eigentlich brauchte ich kein neues Teleskop, die bisherigen Ultraleicht- Dobsons erfüllten meine Anforderungen ideal. Es ist wohl eher der sportliche ATM Gedanke, 0,7 Größenklassen mehr als mit Aristarchos auf die Netzhaut zu belichten. Nach einem Dobsonfest im Sommer 2000 auf der Edelweißspitz/ Großglockner mit 20- und 30-Zöllern (siehe Artikel) hatte das Öffnungsfieber mich wieder gnadenlos eingefangen. Wie irre rannte ich fortan mit Zollstock durch die Wohnung, Türbreiten und Rennradfelgendurchmesser vermessend, Glas, Teflon und Karbon im Hirn. Wie leicht und kompakt kann ich es machen ohne Kompromisse in optischer und mechanischer Leistung?

Dabei hatte ich mich gut 7 Jahre an meine zwei Grundregeln halten können: Baue nie ein Dobson, der schwerer ist als du selbst und schleife nie nie nie wieder größer als 16 Zoll! Dann ging der Dollarkurs durch die Decke und außerdem wollte kein Profi gute Qualität mit 4 cm Glasdicke garantieren. Die Lieferzeiten für einen fertigen Spiegel waren auch noch unerträglich lang. Also warum mit Traditionen brechen und einen Spiegel kaufen, wo ich doch bisher alle anderen selbst gemacht habe? Wie gut kann ich so einen Großen Dünnen mit hohem Öffnungsverhältnis hinbekommen? 

Dann sah ich im Internet andere "Minimalismus Dobsons" und nahm Kontakt auf mit Leuten, die mit dem Selbstschliff von großen dünnen Spiegeln Erfolg hatten. Also ging es doch wieder an's Karbo Körner fressen. Der Name stand schnell fest: Der olle Zyklop war schließlich groß und einäugig... und ich glaube, Grieche war er auch!

Ich danke herzlich allen von der amerikanischen ATM- Liste und Freuden und Teleskopbauern für die Unterstützung in kritischen Fragen und für ihre Hilfe, dieses Projekt zu realisieren. 


Anforderungen

1. Spiegeldicke Maximal 4 cm: Anders ist ein 24" Rohling nicht mehr von mir zu handhaben. Die Profis mögen keine Dünnen Scherben, andere warnen vor Deformation und Astigmatismus. Es soll aber mit größerer Sorgfalt bei der Spiegelherstellung und einer aufwendigeren Spiegelzelle machbar sein
2. Niedriger Okulareinblick: Auf schwindelig hohen Leitern kommt man den Sternen auch nicht näher. Eine kurze Brennweite ergibt ein hohes Öffnungsverhältnis, was natürlich schwieriger zu schleifen ist. Außerdem verlangt das eine flache Spiegelzelle und eine niedrige Wiege.
3. Scharfer Spiegel: Das widerspricht Punkt 1 und 2 und erhöht damit wesentlich den nötigen "sportlichen Ehrgeiz"
4. Geringes Gewicht: Minimaler Materialeinsatz und hohe Stabilität erfordert große Querschnitte und Sandwichbauweise. Die Spiegelbox als schwerste Einzelkomponente muss von mir alleine über kurze Wege zu tragen sein.
5. Kompakte Bauweise: Das Gerät muss in kleine Autos passen. Das verlangt nach flacher Spiegelbox, flachem Hut und abnehmbaren Ohren 
6. Offene Struktur: Fördert ein schnelles Temperieren des Spiegels ohne Ventilatoren. Ein Nachteil ist, dass die Körperwärme leichter in den Strahlengang gerät. Ich habe bisher jedoch keine nennenswerte Bildverschlechterung dadurch beobachten können. 
7. Geringe Windan- griffsfläche: Ich hasse Lichtschutztücher, die nur nass werden und das Teleskop in eine wehende Fahne verwandeln. Eventuell wird durch den offenen Hut aber eine Heizung gegen Beschlagen des Fangspiegels nötig 
8. Schneller Aufbau Mit möglichst wenig Handgriffen, ohne lose Schrauben und natürlich ohne Werkzeug
9. Werkzeug: Alle Teile müssen mit Handwerkzeug, Bohrmaschine und Oberfräse herstellbar sein. Keine Dreh- und Frästeile.

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