Aristarchos 17.5" f/4.5


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Gewichte:
Spiegelbox 25.0 kg
Hut 3.0 kg
Wiege 8.6 kg
Stangen 3.0 kg
Newton Finder 1.0 kg
Schrauben 0.4 kg
Summe 41,0 kg

Spiegel:
Den Spiegel habe ich 1992 selbst geschliffen. Er war größer, als ich eigentlich wollte, aber irgendwie geriet dieser 17,5" Rohling über Peter Schluck in meine Hände. Er ist 4 cm dick und wiegt 13,3 kg. Am Foucault Test wurde die Genauigkeit zu Lambda/7 Wellenfront Peak to Valley ermittelt. Siehe Testprotokoll. Am Stern zeigt er eine Güte von 3-4 auf der Bratislav Bewertungsskala. Als ich zum ersten Mal Mars damit sah, zog er mir die Socken aus
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Hut:
Ein leichter und extrem stabiler Hut: Zwei Sperrholzringe sind mit 15 x 15 x 2 mm Alu Vierkantstangen verbunden an die die Spinne aufgehängt ist. Die Verkleidung aus 2 mm Flugzeugsperrholz ist mit den Ringen verleimt und gibt der Struktur extreme Stabilität

Die Innenfläche habe ich wie folgt rau und damit reflexfreier bekommen:
- Verdünnten Holzleim wie Farbe auf das Holz rollern
- Grobe Holz- Sägespäne draufstreuseln und über Nacht abbinden lassen
- Anschließend noch eine Schicht verdünnten Holzleim darüber zum binden
- Schließlich mit schwarzem Schultafellack überlackieren

Als Streulichtschutz habe ich zunächst eine Socke verwendet, die später gegen einzelne Blenden ausgetauscht wurde

Spiegelbox:
Die Seitenbretter, an die die Höhenräder befestigt werden, bestehen aus 12 mm, das Vorder- und Hinterbrett aus 9 mm Sperrholz. Aussteifungen in den Ecken geben der Struktur die nötige Stabilität. Die Höhenlager sind mit hartem grob struktiriertem Küchenarbeitsplattenlaminat beschichtet und gleiten auf Teflon. Sie sind für den Transport abnehmbar. Der Spiegeldeckel liegt direkt über dem Spiegel und somit bleibt in der Box Stauraum für die Höhenlager, Finder, Lichtschutztuch, Schrauben, Okularkoffer, Mütze, warme Socken usw...

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Spiegelzelle: 
Schweißkonstruktion mit 20 x 20 x3 mm Vierkantstahl für die Träger und 25 x 3 Flachstahl für die Seitenschienen. Der Spiegel lagert axial auf einer schwimmenden 18 Punkt Lagerung aus Alu und hängt radial in einem Auto Sicherheitsgurt. Alles ist sehr stabil und leicht. Keine Spiegelverklemmung oder Durchbiegung, kein Astigmatismus. Hinten ist eine Ringblende eingesetzt, die "Lichtleckagen" zwischen Hauptspiegel und Innenwänden verhindert. Die Luft kann trotzdem um den Spiegel strömen, womit er recht schnell temperiert.
aristarchos_stangenfix_oben.jpg (19479 Byte) Stangen:
"Truss Tube Design" mit 8 Stk. Ø 20 x 1,5 mm Rohr, 1.40 m lang ummantelt mit Klebefilz. 

Verbindung oben: In Rohr eingeklebter Ø 17 mm Alu Stutzen mit Bohrung zur Aufnahme des M6 Gewindebolzens. Sehr justierstabil, erfordert jedoch das komplette rein und rausschrauben von 8 Handknaufen.
aristarchos_stangenfix_unten.jpg (36017 Byte) Verbindung unten: Dünnwandige Alublöcke. Hier ist lediglich ein leichtes Festziehen der Handknaufe erforderlich. Ein Freund mit Drehbank half mir, die Aufnahmebohrungen zu Drehen, danke Gert.
Wiege: 
Sperrholz in Sandwichbauweise zur Gewichtsersparnis. Am Azimutlager gleitet "Glasbord" auf Teflon. Diese Paarung war allem, was ich bis dahin probiert hatte, überlegen.

In der Folgezeit probierte ich gefühlte 534 verschiedene Gleitbelag- Materialien gegen Teflon aus. Erkenntnis: Je gröber die Struktur und je härter die Oberfläche, um so weniger "Kleben" (um so niedriger der Unterschied zwischen Haft- und Gleitreibung) und um so feinfühliger und präziser lässt sich ein Dobson auch bei hohen Vergrößerungen nachführen.

Das auf Deutschlands Küchenarbeitsplatten anzutreffende "Resopal" scheint mir so ziemlich aus dem gleichen Grundmaterial wie Ebony Star zu bestehen, ist aber feiner strukturiert und genau das ist der entscheidende Unterschied. Resopal ist meiner Meinung nach für Teleskope bis 10 Zoll durchaus geeignet. Für die größeren funktioniert das original Ebony Star deutlich besser!"

Der 4" f/4 Newton Finder: 
Er wiegt nur 1 Kilo, ist justierbar nahe dem Schwerpunkt befestigt (siehe Detail) und hat das gleiche Einblickverhalten wie das Hauptinstrument. Der findet in Verbindung mit dem Telrad wirklich alles. Der Spiegel ist natürlich selbst geschliffen. Fangspieglbefestigung siehe Bild von vorne und Bild von hinten.  

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